Vanessa aus Kiel, Bereich Leben

Zwischen Schadenfällen und Studium

Mein Weg bei der Provinzial

Physiotherapeutin wollte ich werden. Seit der 8. Klasse war das mein Plan, und nach meinem Abitur bin ich dafür von Niedersachsen nach Schleswig-Holstein gezogen. Doch dann kam die Prüfungsangst. Ich bestand die Abschlussprüfung nicht, auch der zweite Versuch schlug fehl. Plötzlich stand ich ohne Ausbildung da und musste mich neu sortieren.

Als ich 2020 meine Ausbildung bei der Provinzial startete, wusste ich nicht, wohin mein Weg führen würde. Heute, gut sechs Jahre später, bin ich Vertragsmanagerin in der Lebensversicherung. Und weil der Job mehr bietet, als die Berufsbezeichnung vermuten lässt, kommt seit Oktober 2025 noch etwas hinzu: Ich automatisiere Prozesse mit Software-Robotern.

Was mich täglich antreibt? Menschen in wichtigen Momenten ihres Lebens zu begleiten. Und gleichzeitig daran mitzuwirken, dass meine Kolleg:innen durch smarte Automatisierung mehr Zeit für genau diese Momente haben.

„Wir arbeiten zeitgleich mit Policen, die früher noch in D-Mark berechnet wurden, und beschäftigen uns nebenbei mit KI, Digitalisierung und Automatisierung. Diese Kombination aus Tradition und Zukunft macht die Lebensversicherung für mich so besonders.
 

Mein Arbeitsalltag

Lebensversicherung klingt vielleicht erst einmal trocken. Für mich ist sie das Gegenteil: ein fachlich anspruchsvolles Feld, das sich ständig verändert.
Ich wollte schon immer Menschen helfen. In der Lebensversicherung geht das, oft dann, wenn es wirklich darauf ankommt. Und weil Mathe in der Schule eines meiner Lieblingsfächer war und mir logisches Denken einfach Spaß macht, hat mich der kaufmännische Teil besonders angesprochen.  Meine Arbeit als

Vertragsmanagerin umfasst:

  • Neuanträge prüfen und policieren
  • Anfragen von Kund:innen, Vermittler:innen, Angehörigen und Betreuer:innen beantworten
  • Vertragsänderungen umsetzen und Lösungen finden
  • Leistungen auszahlen und Todesfälle bearbeiten

Das Besondere: Kein Tag ist wie der andere. Manche Vorgänge sind schnell erledigt, andere brauchen Recherche, Fingerspitzengefühl und einen sicheren Blick auf die Details, zum Beispiel bei Todesfällen.

Gerade in der Lebensversicherung geht es häufig um hohe Summen und Entscheidungen mit großer Bedeutung für die Beteiligten. Deshalb prüfen wir sorgfältig.  So stellen wir sicher, dass das Geld genau bei denen ankommt, für die es gedacht war und ist.

Ein Missverständnis kläre ich gerne auf: Lebensversicherung ist keine reine Bildschirmarbeit. Wir sitzen nicht nur am Schreibtisch, sondern arbeiten im Team, in Workshops, optimieren Prozesse und haben die Möglichkeit zu Fortbildungen. Auch das macht meinen Job spannend und abwechslungsreich.
 

Seit Oktober 2025 verbringe ich einen Tag pro Woche damit, Prozesse in unserem Bereich zu automatisieren. Das klingt nach IT. Ist es aber nicht zwingend. Als Citizen Developerin arbeite ich mit sogenannten Low-Code- und No-Code-Tools, für die ich keine tiefen Programmierkenntnisse brauche.

Konkret baue ich gerade einen Roboter, der Vorgänge rund um die Beitragsregulierung automatisiert prüft und, wenn möglich, direkt umsetzt. Aufgaben, die sich wiederholen, zeitintensiv sind oder fehleranfällig sein können, soll er künftig übernehmen. Meine Kolleg:innen werden dadurch mehr Zeit haben für die Vorgänge, die wirklich menschliche Aufmerksamkeit brauchen.

Mein persönliches Highlight war die Einladung zur fünfwöchigen Schulung zur Citizen Developerin. Sie hat den Rahmen meiner Berufsbezeichnung gesprengt und mein Interesse für Technik und technologischen Fortschritt voll getroffen. Ich freue mich schon sehr auf den Moment, wenn mein erster eigener Roboter produktiv wird.

Fehler sind bei uns erlaubt. Das ist keine leere Aussage, sondern gelebter Alltag.

Bei der Bearbeitung eines komplexen Leistungsfalls hatte ich eine individuelle rechtliche Besonderheit übersehen. Dadurch wurde eine Auszahlung zunächst falsch angewiesen. Eine Kollegin erkannte das und korrigierte den Fehler während meiner Abwesenheit noch rechtzeitig.

Als ich zurückkam, lag eine sachliche Rückmeldung in meinem Postfach: Was ich nicht berücksichtigt hatte, wie es korrekt gewesen wäre. Ohne Wertung. Dieser Fehler ist mir seitdem nicht mehr passiert.

Feedback funktioniert bei uns in alle Richtungen. Wir geben Rückmeldung zu Prozessänderungen. Unsere Führungskraft fragt aktiv nach unserem Feedback. Und wenn unsere Anmerkungen nicht umgesetzt werden, wird das transparent begründet.

Gute Führung zeigt sich nicht in großen Gesten, sondern in den kleinen Momenten. Unser Abteilungsleiter hat einen Blick dafür, was uns beschäftigt, und nimmt sich die Zeit dafür, auch wenn er selbst viel um die Ohren hat. Er verschiebt auch mal einen Termin, wenn jemand gerade Raum braucht.

Sonderaufgaben werden bei uns nicht willkürlich verteilt. Stärken und Interessen werden dabei berücksichtigt. Ich habe das selbst erlebt, als mir die Robotik-Schulung angeboten wurde. Jemand hatte mein Interesse an Technik wahrgenommen und mir die Möglichkeit gegeben, genau das zu vertiefen.

Dazu kommen regelmäßige Gespräche, in denen wir Arbeitsbelastung und persönliche Wünsche besprechen, sowie Coaching-Gespräche zur eigenen Entwicklung. Mut wird bei uns belohnt. Wer will, bekommt die Möglichkeit, sich weiterzuentwickeln.

Offen, hilfsbereit, humorvoll, lösungsorientiert. Was uns zusammenhält, ist nicht die Ähnlichkeit, sondern genau das Gegenteil: Jede:r bringt andere Stärken, andere Erfahrungen, andere Lebenssituationen mit.

Wenn eine Spezialistin oder ein Spezialist in der eigenen Abteilung fehlt, hilft jemand aus einer anderen Abteilung aus. Niemand schickt einen mit einem ungelösten Problem weg.

Aus meiner Ausbildungszeit haben sich Freundschaften entwickelt, die sich inzwischen über den ganzen Standort verteilen. Und auch im Bereich Lebensversicherung selbst ist die eine oder andere echte Freundschaft entstanden. Mit meiner Kollegin Jaqueline gehe ich privat auf Konzerte, mit einer anderen plane ich gerade einen Ausflug nach Berlin zu einer Lesung.

Ich wohne in Kiel und bin gerne in der Hauptverwaltung vor Ort. Mein Arbeitsweg ist kurz, und ich schätze die Gesellschaft der Kolleg:innen. Der gemeinsame Start in den Tag mit dem Frühstück in der Cafeteria gehört bei uns dazu.

Zudem sind Gleitzeit und Homeofficbei mir keine Benefits auf dem Papier, sondern gelebter Alltag. Ich kann meinen Tag selbst planen, spontan reagieren und früher Feierabend machen, wenn es passt. Freitags mal früher ins Wochenende? Kein Problem. Ein kurzfristiger Arzttermin? Lässt sich in Absprache lösen. Bei Kolleg:innen mit Kindern sehe ich, wie viel diese Flexibilität im Alltag ausmacht. Ich glaube, das ist bei vielen anderen Arbeitgebern deutlich schwieriger.

Die Provinzial ist in der Region verwurzelt. Als ich mich 2019 beworben habe, war mir das wichtig. Ich wollte nicht irgendwo arbeiten, sondern bei jemandem, der hier bekannt ist, Verantwortung übernimmt und auch gesellschaftlich aktiv ist. Der Verein Provinzialer helfen e. V. engagiert sich zum Beispiel für soziale Projekte. Auch sportlich und kulturell ist die Provinzial präsent, etwa als Sponsor beim THW Kiel und beim Schleswig-Holstein Musikfestival.

Was ich außerdem schätze: Man wird hier nicht nur als Zahl gesehen, sondern als Mensch. Die eigenen Stärken und Interessen werden wahrgenommen und aktiv gefördert. Dazu kommen praktische Benefits wie JobRad, kostenloser Kaffee und kostenloses Mittagessen sowie kostenlose Parkplätze.

„Wenn ich an die Provinzial als Arbeitgeber denke, denke ich an die Engelsflügel und die damit verbundene Sicherheit, die die Provinzial nicht nur ihren Kund:innen, sondern auch ihren Mitarbeitenden bietet."

Mein Arbeitsplatz

Meine Tipps für Bewerber:innen

Wenn ihr über eine Bewerbung in der Lebensversicherung nachdenkt, helfen euch aus meiner Erfahrung heraus diese drei Punkte.
 

  • Seid ihr selbst. Eine gute Vorbereitung hilft nicht, wenn sie nicht authentisch wirkt. Die eigene Persönlichkeit wird bei der Provinzial wertgeschätzt und gefördert.
  • Seid kommunikativ, zeigt Interesse und stellt Fragen.
  • Seid offen für die komplexen Themen der Lebensversicherung. Das Wissen wächst mit der Erfahrung, niemand erwartet, dass ihr alles sofort wisst.

Und noch etwas aus meiner eigenen Erfahrung: Ich habe meine Prüfungsangst bereits im Assessment-Center offen angesprochen. Das war kein Problem, sondern der Beginn eines Weges, auf dem ich genau daran gewachsen bin. Traut euch, ihr selbst zu sein.

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Werdet Kolleg:innen

Tradition trifft auf Technologie: Vanessa bearbeitet Verträge, begleitet Menschen in wichtigen Lebensmomenten und baut nebenbei Roboter. Die Lebensversicherung ist vielfältiger, als ihr Name vermuten lässt.